Die Trauung – ein Fest des Lebens

Wenn man jemanden liebt,
liebt man ihn nicht die ganze Zeit,
nicht Stunde um Stunde auf die gleiche Weise.
Und doch ist es genau das,
was die meisten von uns fordern.
Wir haben so wenig Vertrauen in die Gezeiten des Lebens,
der Liebe, der Beziehungen.
Wir jubeln der steigenden Flut entgegen
und wehren uns erschrocken gegen die Ebbe.
Wir haben Angst,
sie würde nie zurückkehren.
Wir verlangen Beständigkeit, Haltbarkeit und Fortdauer;
und die einzig mögliche Fortdauer des Lebens
wie der Liebe liegt im Wachstum,
im täglichen Auf und Ab -
in der Freiheit;
einer Freiheit im Sinne von Tänzern,
die sich kaum berühren
und doch Partner in der gleichen Bewegung sind.


Liebes Brautpaar!

Das soll Ihr Tag wenden, wenn Sie Ihre Hochzeit feiern!
Gewiss beschäftigen Sie schon lange viele Gedanken darum, was noch alles bedacht und erledigt werden muss.
Ein Teil Ihrer Hochzeit ist der Gottesdienst, den Sie anlässlich Ihrer Eheschließung feiern möchten.
Nach evangelischem Verständnis werden Sie durch die standesamtliche Trauung ein Ehepaar. Sinn des Gottesdienstes es also nicht, dass Sie Ihre Ehe noch einmal in der Kirche schließen.
Es geht vielmehr darum, dass Ihnen bewusst wird, wem Sie Ihr tiefes Einverständnis verdanken - nämlich Gott, dass Sie Ihr Vorhaben, den Weg nun gemeinsam zu gehen, vor ihm miteinander bekräftigen wollen und dass Sie von Ihm, der uns tief im Herzen kennt, Segen für ihren gemeinsamen Lebensweg erbitten.
Der Gottesdienst anlässlich Ihrer Trauung dient also der Vergewisserung, ist Ausdruck des Dankes und der Hoffnung, dass wir nicht unbegleitet durch unser Leben gehen, auch nicht durch das gemeinsame Leben in der Ehe, das Höhe- und auch Tiefpunkte kennt. Dazu dient die Besinnung auf Aussagen der Bibel; Ausdruck hierfür ist die Auslegung Ihres Trauspruches und die Lesung biblischer Texte, die wir auf die lebenslange Gemeinschaft von Mann und Frau beziehen können.
Uns liegt daran, dass Sie diesen Gottesdienst nach Kräften mitgestalten; dass Sie sich Gedanken darüber machen, wie Ihr Hochzeitsgottesdienst aussehen soll. Als Hilfe dazu möchten wir Ihnen hier die Gottesdienstordnung unserer Kirche bzw. unserer Gemeinde vorstellen; sie finden Sie kurz gefasst am Ende dieser Einführung. Für die Vorbereitung dieses schönen Festes wünschen wir Ihnen alles Gute und GOttes Segen, '


Ihr
Reinhart Wachter
Geschäftsführender Pfarrer


Gottesdienstordnung

Sie kommen mit Ihren Gästen zum vereinbarten Zeitpunkt zur Kirche. Der Pfarrer wird Sie an der Kirchentüre empfangen. Dann ziehen wir gemeinsam in die Kirche ein, die Orgel spielt dazu eine Eingangsmusik.
Für den Einzug gibt es mehrere Möglichkeiten:
· Bei großen Gesellschaften oder bei Regenwetter (was keiner wünscht) empfiehlt es sich, dass die Mehrzahl der Gäste schon vor Gottesdienstbeginn in der Kirche Platz nimmt und sich dann erhebt, wenn das Brautpaar mit den nächsten Angehörigen und Trauzeugen in die Kirche einzieht.
· Ansonsten ziehen alle gemeinsam hinter dem Brautpaar ein.
Nachdem Sie Platz genommen haben (und ich der Pfarrer die Hochzeitsgemeinde begrüßt hat), singen wir ein Lied.
Wählen Sie, wenn Sie mögen, eines aus dem Gesangbuch aus ­ - in dieser Zusammenfassung haben wir einige zusammengestellt, die für eine Trauung geeignet sind. Manchmal ist ein Lied nicht bekannt, dann können wir es am Anfang des Gottesdienstes einüben.
Dann sprechen wir gemeinsam (im Wechsel) einen Psalm.
Damit stellen wir uns in eine gottesdienstliche Tradition, die bis in biblische Zeiten zurückreicht. Vielleicht entdecken Sie einen, der in Ihre Situation passt.
Sie finden geeignete Psalmen im Gesangbuch ab Nummer 707 (einige finden Sie Vorschläge in diesen Aufzeichnungen).
Danach folgt das Eingangsgebet, das wichtige Gedanken des Tages zusammenfasst.
Es folgt eine Ansprache/Predigt.
Wenn Sie mögen, suchen Sie sich einen Trauspruch aus der Bibel aus. Er soll Grundlage der Ansprache sein. Wir haben Ihnen hier ebenfalls eine Auswahl zusammengestellt.
Es folgt ein Lied - Sie können es aussuchen oder es auch dem Pfarrer überlassen, damit er es passend zu seiner Ansprache aussuchen kann.
Dann hören wir Lesungen aus der Heiligen Schrift, die wir auf die Ehe beziehen können:

1. Einen Ausschnitt aus dem Alten Testament, aus dem ersten Schöpfungslied der Bibel

(1. Mose/Genesis 1, 1+27-28a+31a)

2. Aus dem Neuen Testament ein Wort Jesu, in dem er die lebenslange eheliche Gemeinschaft als dem Schöpfungswillen Gottes gemäß gegen die Scheidungspraxis seiner Zeit hinstellt.
(Matthäusevangelium 19, 4-6)

3. Aus einem neutestamentlichen Brief die Aufforderung zu einem liebevollen gemeinsamen Leben, in dem Jesus Christus die Mitte ist.

(z.B. aus dem 1. Johannesbrief 4, 7-8 oder Kolosserbrief 3, 12-16a).


Daraufhin werden Sie gefragt, ob Sie Ihre Ehe im Vertrauen auf Gott, in Liebe, Respekt und Treue zueinander ohne Einschränkung und Vorbehalte - das ist für uns der Sinn des „bis dass der Tod euch scheide" - führen wollen.

Die Formulierung dieser Frage liegt in unserer Kirche in drei verschiedenen Formen (A, B, C) vor; Sie können sich für eine davon entscheiden. Zur Vorbereitung auf unser Ge­spräch sind Sie hier abgedruckt. Es gibt auch die Möglichkeit, dass Sie sich gegenseitig ihren Ehewunsch zusprechen; ein Beispiel einer solchen Trau-Erklärung finden Sie auch in diesem Heft bei den Trau-Fragen.
Haben Sie sich Ihr Ja gegeben, können Sie einander als Zeichen der Liebe und der Treue, die Sie einander versprochen haben, die Ringe anstecken.
Daraufhin werden wir für Sie beten und Sie segnen; hier liegt der eigentliche Mittelpunkt des evangelischen Gottesdienstes zur Hochzeit, nicht auf den Fragen. Wenn es Ihnen möglich ist, knien Sie bei diesem Gebet und zum Empfang des Segens.
Oft folgt hier eine kurze (0rgel-)Musik, die diesen besonderen Moment unterstreicht und Ihnen etwas Zeit schenkt, ihn wahrzunehmen.
Dann folgt ein Lied.

Im dann folgenden Dank- und Fürbittengebet beten wir für Sie und für alle, die sich das Ja-Wort gegeben haben.

Beispiele hierfür finden Sie ebenfalls in dieser Zusammenfassung; Sie können Ihnen als Vorlage für eigene Formulierungen dienen, wenn Sie Ihre Bitten selbst aufschreiben möchten. Wir haben es oft als sehr schön erlebt, wenn die Trauzeugen, Eltern und Freunde hier einen aktiven Part übernehmen (achten Sie bitte darauf, wem Sie welches Gebet geben wollen).
Auf das Fürbittengebet folgt das Gebet des Herrn, das Vaterunser.

Danach singen wir ein Schlusslied und der Pfarrer entlässt Sie dann mit dem Segen für die ganze Hochzeitsgemeinde.
In unserer Gemeinde ist es Sitte, dass am Ausgang eine Sammlung erhoben wird. Diese Kollekte ist in unserer Gemeinde für Ausgaben in der Gemeinde bestimmt; wenn Sie möchten, können wir diese präzisieren (z.B. für den Kindergottesdienst, für die Unterstützung Bedürftiger, für die Renovierung unserer Orgel, für Anschaffungen oder Reparaturen in der Kirche oder ähnliches) und bekannt geben.

Diese Kollekte ist ein Dank und hilft anderen.

(Orgel-)Musik begleitet Sie aus der Kirche.
Wir bitten Sie, während des Gottesdienstes nicht zu fotografieren - vor und nach dem Gottesdienst ist es selbstverständlich möglich - also bis einschließlich Einzug und nach dem Segen beim Auszug.
Filmen mit einer Videokamera von einem festgelegten Ort auf der Empore aus ist nach vorheriger, frühzeitiger Absprache mit dem Pfarrer erlaubt. Dabei ist darauf zu achten, dass dadurch der Gottesdienst nicht (durch unnötige Bewegung, Beleuchtung oder ähnliches) gestört wird.

Wir geben jedoch zu bedenken, dass es auch gute Gründe gibt, den Gottesdienst nicht zu filmen:

Grundsätzlich ist dieser Gottesdienst etwas Einmaliges, das zerstört werden kann, wenn Sie später auf Videofilm Ihre Trauung immer wieder ansehen. Nehmen Sie im Herzen mit, was Sie in diesem Gottesdienst erlebt haben und lassen Sie sich diesen wertvollen Eindruck nicht durch mehr oder weniger gelungene Aufnahmen nehmen.

Zudem stören Fotografierende und Filmende häufig (den Pfarrer, die Hochzeitsgemeinde und auch Sie, das Hochzeitspaar), da sie immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, so vom Eigentlichen ablenken und uns Beteiligte dazu bringen, dass wir nicht einfach erleben, was in diesem Augenblick geschieht, sondern überlegen, wie sie ihn gut in Szene setzen können.

So verpassen wir das Wichtigste in diesem Gottesdienst, was auch eine noch so perfekte Aufnahme nicht wiederholen kann.
Noch etwas zu den Kosten:
Dass eine Hochzeit mit vielen Kosten verbunden ist, brauchen wir Ihnen nicht zu erklären - der Gottesdienst ist kostenlos. Wenn es Ihnen etwas wert ist, sind Sie herzlich eingeladen, das in der Kollekte auszudrücken - sie kommt anderen in unserer Gemeinde zugute, die es brauchen und die so an Ihrer Freude über diesen Tag teilhaben können.

Neben dem Pfarrer, zu dessen Dienst Trauungen gehören, und der deshalb dafür nicht extra bezahlt wird, sind aber noch andere Menschen beteiligt an der Gestaltung Ihres Traugottesdienstes. Der Organist erhält für seinen Dienst in diesem Gottesdienst einen Betrag von 25,- €.

Sie können dieses Geld dem Pfarrer beim Traugespräch geben.
Bei der musikalischen Gestaltung Ihrer Trauung können gerne Freunde oder Bekannte mitwirken. Das Repertoire sollte sich innerhalb dessen bewegen, was in einer Kirche vertretbar ist. Ansonsten können Sie auch mit dem Organisten Ihre Musikwünsche besprechen.

Wegen des Blumenschmuckes sprechen Sie bitte mit unserer Küsterin, Frau Ulrike Hohmann.

Falls Sie beide nicht Ihren 1. Wohnsitz in Gersfeld haben, müssen Sie auch noch die Kosten für die Küsterin in Höhe von 50,- € übernehmen. Dazu brauchen wir die Genehmigung Ihres zuständigen Ortspfarrers, bzw. Ihrer Ortspfarrerin (Dimissoriale). Außerdem brauchen wir auf alle Fälle eine Bescheinigung des Aufgebots und nach Möglichkeit das Stammbuch nach der standesamtlichen Trauung - wenn Sie das Stammbuch am Tag vor Ihrer Hochzeit im Gemeindebüro (Marktplatz 2) vorbeibringen, bekommen Sie es in der Regel ausgefüllt noch in der Kirche zurück. Wir brauchen auch das Datum Ihrer Taufe und den Taufort - beides finden Sie in den Stammbüchern Ihrer Eltern.
Ein Programmblatt für den Gottesdienst können Sie gern erstellen.

Für die weitere Vorbereitung Ihres Traugottesdienstes werden wir miteinander einen Termin für ein Gespräch vereinbaren. Dort finden wir die nötige Ruhe.

Ordnung eines Gottesdienstes zur Trauung

Begrüßung des Brautpaars an der Kirche
Gemeinsamer Einzug zu (Orgel-)Musik
Begrüßung
Eingangslied (z.B. Lob- oder Danklied)
Psalm
Gebet
(Lied)
Ansprache über den Trauspruch
Lied zur Ansprache (z.B. zur Verkündigung oder Trau- oder Bittlied)
Lesungen aus der Bibel zur Trauung
Traufrage / Trauerklärung
Ringwechsel
Gebet und Segnung (kniend)
Musik und/oder
Lied (z.B. Segenslied oder Lob- oder Danklied)
Dank- und Fürbittgebet
Vaterunser
Lied (z.B. Segenslied)
Segen
Auszug mit Kollektengang um den Altar (mit Musik)

Trausprüche

Beim Gottesdienst zu Ihrer Trauung gehört wie bei allen evangelischen Gottesdiensten die Auslegung eines Bibelspruchs zu den wesentlichen Elementen. Die Erfahrungen, die Menschen mit Gott gemacht haben, und die in der Bibel aufgeschrieben sind, sollen auch Ihnen in Ihrer Situation Hilfe zum Verstehen und Wegweiser sein. Dabei spielt ein Wort, das Sie sich zu Ihrer Trauung aus der Bibel aussuchen, oder das ich für Sie wählen kann, eine besondere Rolle: Ihr Trauspruch soll Sie in Ihrer Ehe begleiten und Ihnen Hilfe in schönen wie in schweren Tagen sein.
In den folgenden Zeilen finden Sie eine Auswahl solcher Bibelsprüche, die wir für Ihre kirchliche Hochzeit für geeignet halten.
Selbstverständlich sind Sie gerne ermutigt, selbst in Ihrer Bibel nach einem geeigneten Wort für Ihre Trauung und für Ihre Ehe zu suchen.
Hier eine Auswahl von Texten:
Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei.
Und Gott schuf den Mensch zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
Und Gott segnete sie.
Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.
1. Mose/Genesis 1, 26a+27+28a+31a
Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, ich will ihm eine Hilfe machen, die um ihn sei.
1. Mose/Genesis 2,18
Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.
Josua 24, 15b
Gedenk mir`s Gott zum Besten.
Nehemia 13, 31
Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch sitzt, wo die Spötter sitzen,
sondern hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht.
Psalm 1, 1-2
Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.
Psalm 16, 11
Gottes Wege sind vollkommen, die Worte des Herrn sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
Psalm 18, 31
Gott, du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stärkt mich, und deine Huld macht mich groß.
(Herr, du bist mein Schutz und meine Hilfe, du hältst mich mit deiner mächtigen Hand, deine Antwort auf mein Gebet macht mich stark.)
Psalm 18, 36 (nach Die Gute Nachricht)
Euer Herz soll ewig leben.
Psalm 22, 27c
aus Psalm 23 (Der Herr ist mein Hirte):
z.B.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Psalm 23, 6
Ich will frohlocken,
dass du meine Füße gestellt hast auf weiten Raum.
Psalm 31, 8a+9b
Meine Zeit steht in deinen Händen.
Psalm 31, 16a
Siehe, Gott steht mir bei, der Herr erhält mein Leben.
Psalm 54, 6
Lass mich wohnen in deinem Zelt ewiglich, und Zuflucht haben unter deinen Fittichen. Psalm 61, 5
Gott, du hast uns geprüft und geläutert, wie das Silber geläutert wird.
Psalm 66, 10
Sogar die Vögel dürfen bei dir wohnen; die Schwalben bauen ihr Nest bei deinen Altären und ziehen dort ihre Jungen auf, du Herr der ganzen Welt, mein König und mein Gott.
Psalm 84, 4 (nach: Die Gute Nachricht 1982)
Der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und er fördere das Werk unserer Hände bei uns. Ja, das Werk unserer Hände wollest du fördern!
Psalm 90, 17
Ich will dir danken, Herr, unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten.
Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue, so weit die Wolken gehen.
Psalm 108, 4-5
Lass meinen Gang in deinem Wort fest sein und Lass kein Unrecht über mich herrschen. Psalm 119, 133
Es sollen dir danken, Herr, alle deine Werke und deine Heiligen dich loben.
Psalm 145, 10
Sprich nicht zu deinem Nächsten: Geh hin und komm wieder; morgen will ich dir geben -, wenn du es doch hast.
Sprüche 3, 28
Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen finden mich.
Sprüche 8, 17
Wer Verfehlung zudeckt, stiftet Freundschaft, wer aber eine Sache aufrührt, macht Freunde uneins.
Sprüche 17. 9
Wer eine Ehefrau (einen Ehemann) gefunden hat, hat etwas Gutes gefunden und Wohlgefallen erlangt vom Herrn.
Sprüche 18, 22
Prediger 3 (Alles hat seine Zeit) –
z.B.:
Herzen hat seine Zeit, aufhören zu Herzen hat seine Zeit.
Prediger 3, 5b
So ist´s ja besser zu zweien als allein; denn sie haben guten Lohn für ihre Mühe.
Fällt einer von ihnen, so hilft ihm sein Gesell auf. Weh dem, der allein ist, wenn er fällt! Dann ist kein anderer da, der ihm aufhilft.
Auch, wenn zwei beieinander liegen, wärmen sie sich; wie kann ein einzelner warm werden?
Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.
Prediger 4, 9-12
Wo viele Träume sind, da ist Eitelkeit und viel Gerede, darum fürchte Gott.
Prediger 5, 6
Weisheit ist zwar besser als Stärke, doch des Armen Weisheit wird verachtet, und auf seine Worte hört man nicht.
Prediger 9, 16
aus dem Hohelied Salomos:
z.B.
Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen, so ist mein Freund unter den Jünglingen. Unter seinem Schatten zu sitzen, begehre ich, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß. Hoheslied 2, 3
Mein Geliebter ist mein und ich bin sein.
Hoheslied 2, 16
Stark wie der Tod ist die Liebe.
Hoheslied 8, 6
Die Glut der Liebe ist feurig und eine Flamme des Herrn, so dass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie nicht ertränken können. Wenn einer alles Gut in seinem Haus um die Liebe geben wollte, so könnte das alles nicht genügen.
Hoheslied 8,7
Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.
Jesaja 46, 4
Herr, Lass uns von neuem leben.
Klagelieder Jeremias 5, 21 (nach: Die gute Nachricht 1982)
Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Ich nehme das versteinerte Herz aus eurer Brust und schenke euch ein Herz, das fühlt.
Hesekiel 36, 26 (nach: Die Gute Nachricht 1982)
Eure Rede sei ja, ja, nein, nein. Was darüber ist, das ist von Übel.
Matthäus 5, 37
Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so gehe mit ihm zwei.
Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will. Matthäus 5, 41-42
Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Matthäus 6, 10
Vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern.
Matthäus 6, 12
Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.
Matthäus 6, 21
Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?
Matthäus 6, 26
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.
Matthäus 7, 1
Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.
Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.
Matthäus 7, 24-25
Mein Joch ist sanft, meine Last ist leicht.
Matthäus 11, 30
Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?
Matthäus 16, 26
Gott, der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau
und sprach: Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.
So sind die zwei nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
Matthäus 19, 4-6
Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein. Matthäus 19, 30
Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?
Lukas 9, 25 (Jahreslosung 1997)
Wer im Kleinsten treu ist, ist auch im Großen treu; und wer im Kleinsten unehrlich ist, ist auch im Großen unehrlich.
Lukas 16, 10
Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist.
Johannes 3, 27
Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe!
Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe.
Das sage ich euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde.
Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.
Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.
Johannes 15, 9-13
Hoffnung lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
Römer 5, 5
Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.
Römer 12,12
Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Traurigen.
Römer 12, 15
Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesu gemäß, damit ihr einmütig mit einem Mund Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus. Nehmt einander an, wie uns Christus angenommen hat zu Gottes Lob.
Römer 15, 5-7
Ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.
Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Christus Jesus.
1. Korinther 3, 9b+11
aus 1. Korinther 13, 1-13 („Das Hohelied der Liebe“):
z.B.
Die Liebe stellt sich nicht ungebärdig, sie sucht nicht das ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu.
1. Korinther 13, 5
Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird.
1. Korinther 13, 8
Aber von Gottes Gnaden bin ich, was ich bin.
1. Korinther 15, 10
Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Wir sind ratlos, aber wir verzagen nicht.
2. Korinther 4,8
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, ein Neues ist geworden. - 2. Korinther 5, 17
Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.
Galater 3, 26
Für die Freiheit hat uns Christus frei gemacht. Darum steht fest und Lasst euch nicht wieder unter ein Joch der Knechtschaft bringen.
Galater 5, 1
Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
Galater 6, 2
Ein jeglicher wird seine Last tragen.
Galater 6, 5
Ertraget einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens:
ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung.
Epheser 4, 2b-4
Und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.
Philipper 1, 6
Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen. (Tut alles von Herzen, als Leute, die dem Herrn und nicht den Menschen dienen.)
Kolosser 3, 23
Euch aber lasse Gott wachsen und überreich werden in der Liebe zueinander und zu allen Menschen.
1. Thessalonicher 3, 12
Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf die Geduld Christi.
2. Thessalonicher 3,5
Den Reichen in dieser Welt gebiete, dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; dass sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien.
1. Timotheus 6, 17-18
Vor allen Dingen habt untereinander beständige Liebe; denn die Liebe deckt der Sünden Menge.
1. Petrus 4, 8
Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der vielfältigen Gnade Gottes.
1. Petrus 4, 10
Wer nicht liebt, bleibt im Tod.
1. Johannes 3, 14c
aus 1. Johannes 4, 7-21 (über die Liebe Gottes und die Liebe zu den Menschen):
z.B.
Lasset uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer lieb hat, ist von Gott geboren und kennt Gott.
1. Johannes 4, 7
Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet.
1. Johannes 4, 12
Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus.
(Die Liebe kennt keine Angst. Wahre Liebe vertreibt die Angst.)
1. Johannes 4, 18a (nach: Die Gute Nachricht)
Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.
Hebräer 10,35
Die Frucht aber der Gerechtigkeit wird gesät im Frieden denen, die Frieden halten.
Jakobus 3, 18

Lieder zur Trauung aus dem Evangelischen Gesangbuch

Hier finden Sie eine Auswahl von Liedern aus dem Evangelischen Gesangbuch (EG), die bei einer Trauung gesungen werden können. Wir haben sie thematisch geordnet. Lieder, die mit einem (ö) gekennzeichnet sind, eignen sich für eine konfessionsverbindende („ökumenische“) Trauung (GL ... in Klammern ist die Nummer des Liedes im Gotteslob).

Lob- und Danklieder

EG 285 (ö) - Das ist ein köstlich Ding (GL 271)
EG 288 (ö) - Nun jauchzt dem Herren, alle Welt! (GL 474)
EG 289 - Nun lob mein Seel den Herren
EG 302 - Du, meine Seele, singe
EG 303, 1+3 - Lobe den Herren, o meine Seele
EG 317 (316 ö) - Lobe den Herren, den mächtigen König (GL 258)
EG 321 (ö) - Nun danket alle Gott (GL 266)
EG 322 (ö) - Nun danket all und bringet Ehr (GL 267)
EG 324 - Ich singe dir mit Herz und Mund
EG 325 - Sollt ich meinem Gott nicht singen
EG 329 - Bis hierher hat mich Gott gebracht
EG 331 (ö) - Großer Gott, wir loben dich (GL 257)
EG 334 - Danke für diesen guten Morgen
EG 447, 1+6+7 (ö) - Lobet den Herren alle, die ihn ehren (GL 671)
EG 503 - Geh aus, mein Herz

Traulieder

EG 238 - Herr, vor dein Antlitz treten zwei
EG 239 - Freuet euch in dem Herrn
EG 240 - Du hast uns Herr, in dir verbunden
EG 591 - Einsam bist du klein
Lieder zur Verkündigung
EG 65, 7 - Von guten Mächten
EG 140 - Brunn allen Heils, dich ehren wir
EG 168 (ö) - Du hast uns, Herr, gerufen (1-3: GL 505; 4-6: GL 514)
EG 247 - Der Herr ist mein getreuer Hirt
EG 268 - Strahlen brechen viele aus einem Licht
EG 295 (ö) - Wohl denen, die da wandeln (GL 614)
EG 329 - Bis hierher hat mich Gott gebracht
EG 352 - Alles ist an Gottes Segen
EG 361 - Befiehl du deine Wege
EG 395 - Vertraut den neuen Wegen
EG 398 - In dir ist Freude
EG 494, 1+2+5 - In Gottes Namen fang ich an
EG 496 - Lass dich, Herr Jesu Christ, durch mein Gebet
EG 552 - Einer ist unser Leben
EG 555 - Unser Leben sei ein Fest
EG 599 - Selig seid ihr
EG 607 - Lasst uns miteinander
EG 610 - Herr, deine Liebe
EG 621 - Ins Wasser fällt ein Stein
EG 623 - Du bist da, wo Menschen leben
EG 625 - Wir strecken uns nach dir
EG 630 - Wo ein Mensch Vertrauen gibt
EG 632 - Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
EG 633 - Sanftmut den Männern, Großmut den Frauen
EG 637 - Alle Knospen springen auf

Bittlieder

EG 58, 7-9+11 - Nun Lasst uns gehn und treten
EG 130 - O Heilger Geist, kehr bei uns ein
EG 134 - Komm, o komm, du Geist des Lebens
EG 182 - Halleluja
EG 277 (ö) - Herr, deine Güte reicht so weit (GL 301)
EG 376 - So nimm denn meine Hände
EG 391 - Jesu geh voran
EG 419 (ö) - Hilf, Herr, meines Lebens (GL 622)
EG 440 - All Morgen ist ganz frisch und neu
EG 446, 8+9 - Wach auf, mein Herz, und singe
EG 614 - Lass uns in deinem Namen, Herr

Segenslieder

EG 163 - Unsern Ausgang segne Gott
EG 170 - Komm, Herr, segne uns
EG 171 - Bewahre uns, Gott
EG 347 - Ach bleib mit deiner Gnade
EG 352, 1+2+4 - Alles ist an Gottes Segen
EG 590 - Herr, wir bitten, komm und segne uns

Psalmen

Folgende Psalmen (wie sie im Gesangbuch stehen) eignen sich zum Beispiel für einen Gottesdienst zur Trauung.
Psalm 1 - EG 702 - Der Herr kennt den Weg der Gerechten
Psalm 8 - EG 705 - Was ist der Mensch, dass du dich seiner annimmst?
Psalm 19 - EG 708 - Das Gesetz des Herrn ist vollkommen
Psalm 23 - EG 711 - Der Herr ist gut und barmherzig
Psalm 36 - EG 719 - Wie köstlich ist deine Güte, Gott!
Psalm 37 - EG 720 - Hoffe auf den Herrn
Psalm 63 - EG 729 - Ich will Gott loben mein Leben lang
Psalm 92 - EG 737 - Du lässest mich fröhlich singen
Psalm 100 - EG 740 - Danket dem Herrn, lobet seinen Namen
Psalm 104 - EG 743 - Herr, die Erde ist voll deiner Güter
Psalm 121 - EG 749 - Der Herr behütet dich
Psalm 145 - EG 756 - Gnädig und barmherzig ist der Herr
Psalm 150 - EG 758 - Alles, was Odem hat, lobe den Herrn

Schriftlesungen zur Trauung

Aus den folgenden Texten aus der Bibel werden beim Gottesdienst anlässlich der Trauung zwei bis vier gelesen; jeweils mindestens einer aus dem Alten und aus dem Neuen Testament. Aus dem Alten Testament:
Zur Trauung sagt das Alte Testament (Gen 1, 1.27-28alle31a):
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und er schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.

Zur Trauung sagt das Alte Testament (Gen 2, 18):
Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.
Darum sagt das Hohe Lied (im 8. Kapitel) zum Lobe der Liebe zwischen Mann und Frau (Hld 8, 6b.c.7a):
Die Liebe ist stark wie der Tod. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn, so dass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie nicht ertränken können.
Aus dem Neuen Testament:
(Das nimmt Jesus auf und sagt:)
Jesus sagt dazu (Mt 19, 4-6):
Gott, der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach: “Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und werden die zwei eins sein.“ So sind sie nicht mehr zwei, sondern eins. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.
Und im Kolosserbrief (3, 12-16a) steht:
So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen.
Und im 1. Johannesbrief (4, 7.8) steht:
Ihr Lieben, Lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, kennt Gott. Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe. Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen einzigen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.

Trau-Frage / Trau-Erklärung

Vor Gott und seiner Gemeinde werden Sie sich im Gottesdienst zu Ihrer Trauung zu einander bekennen und zu Ihrem Willen, Ihrem Wunsch und Ihrer Hoffnung, mit einander das Leben zu teilen.
Dazu antworten Sie auf die Traufrage, die Ihnen Ihr Pfarrer stellt, mit
„Ja(, mit Gottes Hilfe)!“ Oder Sie geben einander im Gottesdienst ein Trauversprechen.
Trau-Fragen:
Die Ordnung unserer Kirche schlägt drei verschiedenen Formen der Traufrage zur Auswahl vor: A, B und C; die von uns ergänzte Form D sagt das Gleiche mit anderen Worten.
Form A
Pfarrer/Pfarrerin:
Mit diesen Worten bezeugt die Bibel die Ehe als gute Gabe Gottes. Wir glauben, dass Gott euch durch diese Gabe verbunden und seinen Segen verheißen hat. So frage ich euch vor Gott und dieser Gemeinde:
N.N. (geborener N.) willst du diese N.N. (geborene N.), die Gott dir anvertraut, als deine Ehefrau annehmen, sie lieben und achten und die Ehe mit ihr führen, wie Gott es euch zuspricht und von euch erwartet, in guten wie in bösen Tagen, bis der Tod euch scheidet, so antworte: Ja, mit Gottes Hilfe.
Ehemann:
Ja, mit Gottes Hilfe.
Pfarrer/Pfarrerin: N.N. (geborene N.) willst du diesen N.N. (geborenen N.), den Gott dir anvertraut, als deinen Ehemann annehmen, ihn lieben und achten und die Ehe mit ihm führen, wie Gott es euch zuspricht und von euch erwartet, in guten wie in bösen Tagen, bis der Tod euch scheidet, so antworte: Ja, mit Gottes Hilfe.
Ehefrau:
Ja, mit Gottes Hilfe.
Form B
Pfarrer/Pfarrerin:
Nachdem wir das Wort der Heiligen Schrift gehört haben, frage ich euch vor Gott und seiner Gemeinde:
N.N. (geborener N.), willst du N. (geborene N.) als deine Ehefrau aus Gottes Hand nehmen, sie lieben und ehren, Freude und Leid mit ihr teilen und ihr die Treue halten, bis der Tod euch scheidet, so antworte: Ja(, mit Gottes Hilfe)!
Ehemann:
Ja, mit Gottes Hilfe!
Pfarrer/Pfarrerin: N.N. (geborene N.), willst du N. (geborenen N.) als deinen Ehemann aus Gottes Hand nehmen, ihn lieben und ehren, Freude und Leid mit ihm teilen und ihm die Treue halten, bis der Tod euch scheidet, so antworte: Ja(, mit Gottes Hilfe)!
Ehefrau:
Ja, mit Gottes Hilfe!
Form C
Pfarrer/Pfarrerin:
Gott liebt uns und will, dass Mann und Frau in der Ehe einander lieben. Deshalb frage ich euch beide: Wollt ihr eure Ehe im Vertrauen auf Gottes Liebe und nach seinem Willen führen, so antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe!
Ehemann und Ehefrau:
Ja, mit Gottes Hilfe!
Form D
Pfarrer/Pfarrerin:
Ihr habt gehört, wie Gottes Wort zum gemeinsamen Leben ermutigt und zum Gelingen der Ehe hilft. Gott hat euch einander anvertraut. So frage ich euch:
Willst du, N.N. (geborener N.) mit N. (geborene N.) in eurer Ehe nach Gottes Willen leben und auf seine Güte vertrauen? Willst du mit ihr in Freude und Leid zusammenhalten euer Leben lang? Willst du mit ihr gemeinsam für andere da sein und tun, was dem Frieden dient, so sprich: Ja, mit Gottes Hilfe!
Ehemann:
Ja, mit Gottes Hilfe!
Pfarrer/Pfarrerin:
Willst du, N.N. (geborene N.) mit N. (geborener N.)in eurer Ehe nach Gottes Willen leben und auf seine Güte vertrauen? Willst du mit ihm in Freude und Leid zusammenhalten euer Leben lang? Willst du mit ihm gemeinsam für andere da sein und tun, was dem Frieden dient, so sprich: Ja, mit Gottes Hilfe!
Ehefrau:
Ja, mit Gottes Hilfe!
Trau-Erklärung:
Vielleicht möchten Sie sich aber Ihr Trauversprechen gegenseitig zusagen - vielleicht mit den folgenden, vielleicht aber auch mit eigenen Worten? Darüber können wir im Traugespräch gerne sprechen.
Pfarrer/Pfarrerin:
Die Bibel bezeugt mit diesen Worten, dass die Ehe eine gute Gabe Gottes ist.
Auch eure Ehe will Gott schützen und segnen.
So bekennt euch nun dazu vor Gott und dieser Gemeinde:
Ehemann:
N., ich will dich lieben und achten /
ich will dir vertrauen und treu sein. /
Ich will dir helfen /
und für dich sorgen. /
Ich will dir vergeben, wie Gott uns vergibt. /
Ich will zusammen mit dir Gott und den Menschen dienen /
solange wir leben. /
Dazu helfe mir Gott.
Ehefrau:
N., ich will dich lieben und achten /
ich will dir vertrauen und treu sein. /
Ich will dir helfen /
und für dich sorgen. /
Ich will dir vergeben, wie Gott uns vergibt. /
Ich will zusammen mit dir Gott und den Menschen dienen /
solange wir leben. /
Dazu helfe mir Gott.

Dank- und Fürbittengebet

Bei dem Dank- und Fürbittengebet, das gegen Ende des Traugottesdienstes gebetet wird, können die Trauzeugen, Eltern, das Brautpaar selbst oder andere geeignete Personen einzelne Bitten sprechen. Es können auch eigene Gebete oder Bitten formuliert oder verwendet werden, die den Sinn der Fürbitte erfüllen.
Hier ist ein Beispiel eines solchen Gebetes (bei dem die Teile 1) bis 5) von den Trauzeugen oder anderen geeigneten Personen gesprochen werden können):
Herr, wir danken dir und loben dich:
Du lässt uns in der Ehe erfahren, dass du es gut mit uns meinst.
Und daher bitten wir dich:
1) Für N und N,
dass sie glücklich werden in ihrer Ehe,
dass ihr Leben miteinander voll Freude sei,
dass ihre Liebe wachse durch die Jahre ihres Lebens,
dass sie aufeinander achten
und sich dabei nicht selbst übersehen,
dass sie auch in den Stunden der Einsamkeit und der Enttäuschung
füreinander da sind
und immer wieder zueinander finden.
2) Für alle, die N und N bis heute begleitet und geleitet haben,
für ihre Eltern, die ihnen das Leben gaben,
für ihre Familie, in der sie aufwuchsen,
für alle, die ihnen in Freundschaft verbunden sind
und für alle, die in ihnen
den Glauben geweckt und gestärkt haben,
dass sie nicht das Gefühl haben, etwas zu verlieren,
sondern das neue Familienglied liebevoll aufnehmen,
dass sie ihnen weiterhin helfen, ihr Leben zu gestalten
und dass Gottes Güte sie alle bewahre ein Leben lang.
3) Für alle, die sich ihr Ja-Wort zur Ehe gegeben haben,
dass sie in Freude und Leid zusammenstehen
und miteinander die Last und die Lust des Lebens tragen.
4) Für die Eheleute, die es schwer miteinander haben
und sich fremd geworden sind,
dass sie nicht aufhören, einander zu suchen,
dass sie Verständnis und Geduld füreinander aufbringen
und an der Hoffnung festhalten.
5) Für die Verlassenen, die Verwitweten und die Einsamen,
dass sie Trost, Liebe und Frieden finden.
Und für alle, an die wir in dieser Stunde ganz besonders denken,
beten wir in der Stille:
Stilles Gebet
Herr, unser Gott,
es ist dein Tun, wenn es in dieser Welt Liebe gibt
und wenn Menschen in Liebe zueinander finden.
Deine Güte ist größer als unser Herz.
Lass uns alle erfahren, dass du mehr schenkst,
als wir einander wünschen können.
Darum bitten wir dich durch deinen Sohn Jesus,
unseren Bruder.
Amen.
Das Dank- und Fürbittgebet kann auch mit Beteiligung der Hochzeitsgemeinde, die auf die einzelnen Bitten mit dem Kehrvers „Christus, erhöre uns!“ antwortet, gesprochen werden (auch von einzelnen Personen aus dieser Hochzeitsgemeinde, Trauzeugen usw. bei den Teilen 1) bis 7)):
Christus, unseren Herren, durch den der Vater uns alle guten Gaben schenkt.
Lasst uns voll Vertrauen bitten:
1) Für N und N, dass Gott ihnen füreinander den Blick der Liebe, das rechte Wort und die helfende Hand schenke, Lasst uns beten:
alle: Christus, erhöre uns.
2) Für unsere Eltern und Geschwister, für unsere Freunde und Verwandten und für alle, denen wir zu Dank verpflichtet sind, Lasst uns beten:
alle: Christus, erhöre uns.
3) Für alle, die ihnen durch ihr Kommen oder durch ihre Glückwünsche Freude bereitet haben, Lasst uns beten:
alle: Christus, erhöre uns.
4) Für die Brautleute, dass sie sich von dir führen lassen und unter deinem Schutz zu einer glücklichen Familie werden, Lasst uns beten:
alle: Christus, erhöre uns.
5) Für die Kinder, die diese Ehe bereichern, dass sie ihren Eltern Freude bereiten werden und ihnen in Dankbarkeit und Liebe verbunden bleiben, Lasst uns beten:
alle: Christus, erhöre uns.
6) Für alle, die vereinsamt leben, dass Menschen sich ihrer annehmen und ihnen ihre Hilfe und Liebe schenken, Lasst uns beten:
alle: Christus, erhöre uns.
7) Für alle Toten, besonders für die verstorbenen Angehörigen des Brautpaares, Lasst uns beten:
alle: Christus, erhöre uns.
Allmächtiger Gott, du hast denen deine Nähe zugesagt, die ihren Bund unter dein Wort stellen.
Erweise diesen Brautleuten deine Treue und schenke ihnen deine Liebe, durch Christus, unseren Herren.
alle: Amen.


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